Herbstkonzert 2.0: Musikalisch im Netz

Die Schülerinnen und Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums wollten keinesfalls die langjährige Tradition des Herbstkonzertes aufgrund der Pandemie ins Wasser fallen lassen. Daher trotzten sie allen Schwierigkeiten, um auch in diesem Jahr allen Eltern und Großeltern, Onkeln und Tanten, Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern, Ehemaligen und Freunden musikalisch einen Jahresabschluss zu geben. Also nutzten sie kurzerhand die Möglichkeiten des Internets, um das im Voraus langfristig geplante Konzert Corona-konform in die Welt zu strahlen.

Finanziell unterstützte diese Herzensangelegenheit der Förderverein der Otto-Hahn-Schulen. Falls Sie in der Zukunft auch Teil solcher Prestigeprojekte und weiterer Projekte, die den Schulalltag Ihrer Kinder rundum angenehmer gestalten, werfen Sie gerne einen Blick auf die Beitritts-Seite. Auch können Sie unsere Aktivitäten durch eine einmalige Überweisung oder durch Spenden per Amazon Smile unterstützen.

Medienrezeption

Über diese herausragende Leistung berichtete auch der Kölner Stadt-Anzeiger:

Die von Musik begeisterten Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums stellten bei ihrem Online-Auftritt unter Beweis,wie lieblich eine Hakenharfe klingen kann,wie kraft voll ein Schlagzeug. Das fehlende Publikum beeindruckte die jungen Musiker nicht.

Wenn wegen der Corona-Gefahr das traditionelle Live-Herbstkonzert abgesagt werden musste, heißt das noch lange nicht, dass man komplett auf einen Live-Event verzichten muss – dachten sich die Schüler und Schülerinnen des Leistungskurses Musik der Stufe 12 mit ihrem Lehrer Georg Kühr. Sie wollten nur eins: spielen.

Beim virtuellen Ersatz-Format konnten sie auf die Hilfe der Technik-AG unter Leitung von Oliver Kaestle zählen. 13 Techniker mischten knapp 20 Künstler und Ensembles ab und streamten sie wie Profis über eine eigens dafür gemietete Plattform–dank der finanziellen Unterstützung des Fördervereins.

„Alles war anders beim Herbstkonzert 2.0“,berichtet Schulleiter Karl-Josef Sulski. Statt Abendkasse gab es einen Code zum Freischalten. Keine 400 Zuhörer drängelten sich vor der Bühne und forderten Zugaben.

Es gab kein von Eltern hergerichtetes Buffet, um in den Pausen zu plaudern. Stattdessen saßen die Mitwirkenden mit Abstand auf nummerierten Stühlen in nach Jahrgangsstufen und Ensembles getrennten Räumen und blickten auf die großen Bildschirme der Direkt-Übertragung von der Bühne.Wenn zu den Instrumenten Gesang von mehreren Interpreten dazu kam,wurde dieser corona-conform per Video eingespielt.

„Die Stimmen gingen wirklich unter die Haut, trotz Abstand“, schwärmt Sulski.Es habe auch große Beiträge einzelner Kurse gegeben, entweder vorher aufgenommen oder live mit Tanz und Instrumenten und nur wenig Gesang und Maske. Es sei eine „innovative Premiere“gewesen, findet der Schulleiter. Was fehlte, war der Applaus,weil das Publikum ja zuhause vorm Bildschirm saß. Aber alle hoffen, dass es im nächsten Jahr wieder wie früher wird: mit tosendem Beifall.

Kölner Stadt-Anzeiger, Ausgabe vom 14. Dezember 2020

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